Tauchen

Tauchen bei der Wasserwacht ist mit dem normalen Sport-Tauchen wenig vergleichbar. Bei der Suche nach vermutlich Ertrunkenen nach einem Bade- oder Bootsunfall ist der psychische Stress durch die spontane Anforderung und die Erwartungshaltung enorm. Hinzu kommen oft schlechte Sicht, Kälte und der Umstand dass Rettungstaucher in der Regel alleine ohne „Buddy“ ihr Suchraster abtauchen. Gesichert werden die Rettungstaucher von Land oder vom Boot mittels Sicherungs- und Signalleinen.
Neben diesen, glücklicherweise sehr seltenen Einsätzen, sind die Taucher auch bei der Abwehr von Gefahren im Einsatz und unterstützen beispielsweise bei der Bergung von Unfall-Fahrzeugen.

Der Rettungstaucher

Unsere Rettungstaucher durchlaufen nach der Ausbildung zum Wasserretter eine 2-Jährige Tauchausbildung. Hier lernen Sie theoretisches Wissen und bekommen viel praktische Erfahrung. Neben den Unterrichtsthemen des Tauchens müssen sich die Tauchanwärter intensiv mit der Tauchmedizin, der Rettung von Personen und dem Bergen von Gegenständen Beschäftigen. Ein grosser Unterschied zum Sporttauchen ist auch, dass der Rettungstaucher lernen muss, sich bei einer Sichtweite von unter 10 cm zu orientieren.

Um Verbindung an Land zu haben, gibt es zwei Möglichkeiten. Primär ist der Taucher nur an einem Seil mit seinem Signalmann an Land verbunden. Über spezielle Zugzeichen können die beiden bedingt kommunizieren. Dank der neuen Technik ist es mittlerweile auch möglich, dass die Taucher mit einer sog. Vollgesichtsmaske ins Wasser gehen. Über ein, im Seil integriertes Kabel, könne Sie mit ihrem Signalmann reden. Das erleichtert die Arbeit und ist zudem eine psychologische Unterstützung.

Die Tauchausrüstung

Die Tauchausrüstung besteht aus vielen Teilen.

Beispielsweise:

  • Tauchanzug (naß oder trocken)
  • Füßlinge
  • Handschuhe
  • ABC-Ausrüstung (Flossen, Tauchermaske und Schnorchel)
  • ggf. Vollgesichtsmaske
  • Messer
  • Tauchcomputer
  • Jacket
  • Tauchflasche